Geschichte der Kulturbrauerei

1870 - 1890
1870 - 1890

1871: Die Firma wurde in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.

Mit einem anfänglichen Kapitaleinsatz von 900.000 Mark wurde die Firma, mit Datum vom 27. Mai 1871, in eine Aktiengesellschaft umgewandelte. Das Aktienkapital war nach kurzer Zeit auf 1.500.000 Mark erhöht worden.

1871-73: Errichtung Sudhaus in der Franseckistraße.

1880: Einführung Flaschenbier. die Produktions- und Angestelltenzahlen stiegen.

1882-83: Ankauf einer Kältemaschine.

Der Winter 1882/83 war sehr mild. Die Brauereien waren zu dieser Zeit noch auf Natureis angewiesen, um die erforderlichen Lagerkellertemperaturen einzuhalten. Da war die gerade bei Linde verfügbar gewordene Kältemaschine der ideale Ausweg. Mit der Anwendung maschinell erzeugter Kälte spielte die Schultheiss-Brauerei in der Entwicklung der modernen Brauereitechnologie in Deutschland eine Pionierrolle.

1884: Aus den Eiskellern wurden dringend notwendige Lagerkeller.

Um ein geschlossenes Ensemble zu schaffen wurde der Berliner Architekten Franz Heinrich Schwechten (1841-1924) mit der Planung des Aus-, Um- und Neubau der Schultheiss-Brauerei beauftragt.

1887: Grundstücksvergrößerung.

Im November kaufte Adolf Roesicke den nördlichen Teil des Grundstückes, das Areal hatte nunmehr eine Fläche von ca. 25.000 m².
Erste Entwürfe des Architekten Franz Heinrich Schwechten datiert aus dem Jahre 1887 für die Betriebsanlage sind die östlich zum Sudhaus angrenzenden Gärräume und Lagerkeller mit den Giebelfronten nach Osten entlang der Franseckistraße (heute Sredzkistraße), ebenso die nördlich angrenzende Ladehalle.

1888: Entwurf des Lagerkellers mit der Ladehalle zur Hoffront.

Textquellen 
Willi Glaser; Vom Handwerk zum Großbetrieb be.bra Verlag, Berlin 2001; Die KulturBrauerei in Prenzlauer Berg